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Gastbeitrag in der Badischen Zeitung zum Thema Vollmachten und Patientenverfügungen.

​Am Mittwoch 14.12 hatten wir erneut die Möglichkeit unser Wissen einer breiteren Masse zur Verfügung zu stellen. 

Die Badische Zeitung hat in einer Sonderbeilage über das Thema Vollmachten und Patientenverfügung berichtet. Da dies eines unserer Kernkompetenzen ist, haben wir gerne mit einem Gastbeitrag ausgeholfen. 

Zu lesen unter http://www.badische-zeitung.de/ratgeber/liebe-familie/welche-vollmachten-fuer-den-betreuungsfall.

Hier auch der vollständige Text: 

Welche Vollmachten für den Betreuungsfall? Wie wird man zum Betreuungsfall? Was muss man beachten, um selbstbestimmt zu bleiben, wenn man seine eigenen Angelegenheiten selbst nicht mehr erledigen kann? 


Aktuell stehen rund 1,4 Millionen Menschen unter Betreuung – jedes Jahr wird das zentrale Vorsorgeregister rund 240 000 Mal angefragt. Das tun Betreuungsgerichte, wenn jemand unter Betreuung gestellt werden soll. Wenn Menschen durch Krankheit oder Unfall zum Betreuungsfall werden, können sie keine Entscheidungen mehr treffen. Sie sind nicht mehr einwilligungsfähig. Wer entscheidet über Vermögen, medizinische Behandlungen oder bei Selbstständigen über das Unternehmen? Dabei bestehen drei Irrtümer zu Vollmachten und Vertretung.


» Irrtum 1: Es betrifft nur die Älteren. Nein, nach Statistiken sind mehr als 70 Prozent der von Berufsbetreuern betreuten Personen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren. Über ein Viertel ist zwischen 18 und 39 Jahre jung.

Irrtum 2: Es besteht eine automatische Vertretungsberechtigung. Nein, Ehe- oder Lebenspartner dürfen sich im Betreuungsfall nicht automatisch vertreten. Auch Eltern sind nicht legitimiert, im Fall der Fälle Entscheidungen für erwachsene Kinder zu treffen. Im Betreuungsfall bestellt das Betreuungsgericht einen Betreuer, wenn keine Vollmachten vorhanden sind.

» Irrtum 3: Wenn mein Ehepartner Betreuer wird, ist alles gut. Nein, bestellt das Gericht den Ehe- oder Lebenspartner als Betreuer, hat dieser vielfältige Aufgaben und Pflichten. Dazu gehört es, ein Vermögensverzeichnis zu erstellen, Ausgaben detailliert zu erfassen und nachzuweisen. Darüber hinaus treffen Betreuer Entscheidungen zu medizinischen Behandlungen, zu Aufenthalt und Unterbringung des Betreuten und vieles mehr. Mit der Rechenschaftspflicht gegenüber dem Gericht verlieren Betreute und betreuende Partner ihre Selbständigkeit.


Welche Vollmachten und Verfügungen gibt es nun:

Legitimation, für mich zu entscheiden: Juristen empfehlen Privatpersonen ab 18 Jahren eine Gesamtvollmacht mit Patientenverfügung und Betreuungsverfügung. Mit der Vorsorgevollmacht legitimiert man eine andere Person, für einen entscheiden und handeln zu können. Die Vorsorgevollmacht verhindert die gerichtliche Betreuung, wenn eine Person nicht mehr einwilligungsfähig ist. Mit einer eingearbeiteten Unternehmervollmacht darf der Bevollmächtigte im geschäftlichen Bereich vertreten.

» Verbindliche Wünsche zu medizinischen Themen: In einer Patientenverfügung legen die Verfüger Wünsche zu lebenserhaltenden Maßnahmen, Wiederbelebung und medizinischen Behandlungen und Maßnahmen fest. An diese Festlegungen sind Ärzte gesetzlich gebunden.

Wünsche zur Betreuung Minderjähriger: Mit einer Sorgerechtsverfügung kann man bestimmen, wer sich um das Wohl der Kinder kümmert und die Vormundschaft übernimmt, wenn beide Elternteile ausfallen.


Ab Januar finden wieder regelmäßige Vorträge statt. Die nächsten Vortragsorte zu diesem Thema sind am 13.1 in Lahr und am 16.1 in Emmendingen. Anmeldungen können Sie gerne per Email an uns richten.

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