Schenkungs- und Ebrschaftssteuerrecht - Sinnvoll vererben - Finanzservice Leibenzeder - Versicherungsmakler Emmendingen || Freiburg Leibenzeder Finanzservice

Rechtzeitig und sinnvoll Vererben - Freibeträge

​Richtig und sinnvoll verschenken! 

In den nächsten 20 Jahren werden bis zu 2 Billionen Euro vererbt. Hier gilt es das Erbe rechtzeitig so zu planen, damit möglichst wenig Erbschaftssteuer anfällt. Vielen Menschen ist nicht bewusst und bekannt welche Freibeträge gelten. Dies möchte ich hier erläutern. 

Bei Schenkungen und Erbschaften basiert die Besteuerung auf einer viergliedrigen Grundlage im Bereich des Steuerrechts.

Welcher Wert wird herangezogen? 

1. Um den Steuerrelevanten Wert des unentgeltlichen Erwerbs zu ermitteln, wird nach den steuerlichen Bewertungsmethoden im Bereich der Schenkungs- und Erbschaftssteuer kalkuliert. Die Grundlage hierfür bildet der objektive Wert zum Stichtag. Es werden alle Forderungen und Schulden mit dem jeweiligen Nennwert, Börsenpapiere mit dem aktuellen Kurswert und sonstige Vermögensgegenstände herangezogen. Bei sonstigem Vermögen wird der aktuelle Marktwert durch Schätzung ermittelt. Das gilt vor allem bei Immobilien. Persönliche Steuerklassen 


2. Gegenüber der Einkommenssteuer gibt es im Erbschaftsrecht eigene Steuerklassen, die sich aus der verwandtschaflichen Nähe des Erblassers ableiten. An diese Steuerklassen knüpfen sich die Freibeträge (siehe Absatz 3) und die Steuertarife (siehe Absatz 4). 

Klasse I: Bei Erbschaft an Eltern und Voreltern - Ehegatten, Kinder/Stiefkinder, Abkömmlinge 

Klasse II: Bei Schenkung an Eltern und Voreltern – geschiedene Ehegatten, Geschwister, Nichten, Neffen, Schwiegerkinder, Schwiegereltern, Stiefeltern 

Klasse III: alle sonstigen Erwerber einschließlich der fernen Verwandten Welche Beträge sind zu besteuern? 


3. Der steuerpflichtige unentgeltliche Erwerb ermittelt sich aus dem steuerrelevanten Wert des unentgeltlichen Erwerbs (siehe Absatz 1). Entsprechend gelten die persönlichen Steuerklassen (Absatz 2) nach Abzug der Freibeträge des Erben. 


3.1 als persönliche Freibeträge gelten folgende Summen, abgestuft nach der persönlichen Nähe zum Erblasser. 

- Ehegatten 500.000€ 

- Kinder, Stiefkinder 400.000€ 

- Enkel 200.000€ 

- Sonst. Steuerklasse I 100.000€ 

- Steuerklasse II + III 20.000 


3.2 zusätzlich gibt es sachliche Freibeträge für Hausrat, Wäsche, Kleidung, PKW und sonstige bewegliche Gegenstände. 

- Steuerklasse I für Hausrat 41.000€ 

- Steuerklasse I für andere Sachen 12.000€ 

- Klasse II+III für andere Sachen 12.000€ 


3.3 Es gilt zu beachten, das sein fiktiver Zugewinn steuerfrei bleibt. Der geschiedene oder überlebende Ehepartner hat also Anspruch auf das Erbe, wobei der Zugewinnausgleich keinen erbschaftssteurepflichtigen Erwerb darstellt. Es spielt hierbei keine Rolle welche Art der Beteiligung am Nachlass vorhanden ist. In solchen Fällen darf der Zugewinnausgleich für steuerliche Zwecke konkret ermittelt und dargelegt werden. Die Freibeträge in Höhe des Ausgleichsanspruchs dürfen somit herangezogen werden. 


3.4 Für den überlebenden Partner bestehen darüber hinaus Versorgungsfreibeträge in Höhe von 256.000€. 

Für jedes Kind und Stiefkind bis zu einem Lebensalter von 5 Jahren 52.000€, bis zu 10 Jahren 41.000€, bei 10-15 Jahren 30.700€, bei 15-20 Jahren 20.500€ und bei 20-27 Jahren 10.300€. 

Diese Freibeträge werden aber gekürzt um den Wert eventueller erbschaftsteuerfreier Versorgungsbezüge. 


3.5 Wenn Immobilien in die Erbmasse fallen, sind diese für den überlebenden Ehepartner und die Kinder frei von Erbschaftssteuer, sofern diese Immobilie mindestens 10 Jahre lang von den Erben als Hauptswohnsitz genutzt und nicht veräussert oder vermietet wird. Für die Kinder gilt hierbei eine Steuerfreiheit auf die Wohnfläche von maximal 200m². 


4. Steuertarife 

Leider geht es nicht ganz ohne Steuern. Diese können jedoch vermieden werden, wenn rechtzeitig und zu Lebzeiten bereits Vermögen verschenkt wird. Hier gelten die oben genannten Summen alle 10 Jahre. Wer also große Vermögen besitzt, sollte rechtzeitig dieses an die Kinder weitergeben. Für den steuerpflichtigen Erwerb nach den oben beschriebenen Absätzen gelten anhand der persönlichen Steuerklassen die folgenden Steuersätze und Progressionen. 

Steuerpflichtiger Erwerb bis: Klasse I   Klasse II    Klasse III 

75.000€                                        7                15                 30 

300.000€                                    11                20                30 

600.000€                                    15                25                30 

6.000.000€                                 19                30                30 

13.000.000€                               23                35                50 

26.000.000€                               27                40                50 

Darüber                                       30                43                50 


Gerne empfehlen wir bei der Ausgestaltung der steuerlichen Belange einen Fachmann aus unserem Netzwerk. Steuerlich relevante Analgemodelle können auf Wunsche gerne über uns bezogen werden.

Terminvereinbarung unter: http://finanzen-leibenzeder.de/index.php/terminvereinbarung


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