Garantien in Altersvorsorgeprodukten sinnvoll? - Finanzservice Leibenzeder - Versicherungsmakler Emmendingen || Freiburg Leibenzeder Finanzservice

Was taugen Garantien in der Altersvorsorge?

Viele Sparer haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis und wünschen sich Garantien in Ihren Policen. Das dies aber vor allem bei länger dauernden Investments keinen Nutzen für die Anleger bringt wollen wir hier einmal deutlich machen. 

Leider ist bei den Deutschen der Gedanke für eine Investition an der Börse noch nicht wirklich eingetreten. Seit Generationen wird die trügerische Sicherheit von Bausparverträgen, Lebensversicherungen und Festgeldern weitergereicht. Das diese Sparprodukte schon lange keinen Sinn mehr machen, haben wir bereits ausführlich beschrieben.

Garantie in Altersvorsorgeprodukten sind teuer, meist nutzlos und oftmals unverständlich. Fest zugesagte Garantien erhöhen über die Laufzeit die Kosten und verringern dadurch die Renditechancen.

Laut einer aktuellen Studie der Frankfurt School of Finance im Auftrag des Lebensversicherers Standard Life sind die Auswirkungen drastisch. Im Falle einer einmaligen Geldanlage mit Kapitalgarantie erhöhen sich die Kosten zur Absicherung der Einmalsumme je nach Laufzeit. Je länger das Geld angelegt ist, desto teurer wird die Garantie. Bis zum Achtfachen bei einer Anlagedauer von 35 Jahren.

In der Studie wurden über einen Zeitraum von 16 Jahren jeden Monat 100.000 Garantiekosten simuliert, wobei sowohl positive wie negative wie auch zufällige und unerwartete Entwicklungen an den Aktienmärkten berücksichtigt wurden.

Wie verhalten sich Garantiekosten?

Garantiekosten bemessen sich vor allem am Zinsniveau, der Anlagedauer und der Höhe. Grundsätzlich stellt sich die Frage, was es den Sparer kostet, wenn er am Ende der Laufzeit zumindest sein eingezahltes Kapital zurück erhalten will.

Die Höhe der Kosten bemisst sich an diversen Parametern. Ausschlaggebend hierfür ist vor allem das aktuelle Zinsniveau, die Anlagehöhe und Dauer durch den Sparer. Da in den Altersvorsorgeprodukten die Garantiekomponente oftmals durch festverzinsliche Wertpapiere, also Staatsanleihen, gesichert wird, müssen aufgrund des anhaltenden niedrigen Zinsniveaus vermehrt Beiträge zur Sicherung bereitgestellt werden. 

Staatsanleihen gelten im Allgemeinen als sehr sicher aber auch extrem renditearm. Ich möchte Sie nun bitten sich einmal selbst zu fragen für wie sicher Sie Staatsanleihen aus Griechenland, Portugal, Spanien oder auch Italien bewerten. Würden Sie diesen Ländern Ihr Geld anvertrauen? Nein? Dann muss ich Sie leider enttäuschen. Genau das tun sie aber bereits. Es gibt auch andere Wege sein Geld sicher und rentabel arbeiten zu lassen.

Seit Beginn der 2000er Jahre sehen wir fallende Anleihekurse. Um nun die Garantie abzusichern sind wie oben erwähnt die Kosten für die Garantien gestiegen. Generell sei vermerkt, dass die Kosten für Garantien steigen, wenn die Zinsen fallen.

Schauen wir uns nur die aktuelle Verzinsung von Deutschen Staatsanleihen an, wird deutlich wie teuer eine Garantiesicherung ist. Seit einiger Zeit sind die „Renditen" von Staatsanleihen im negativen Bereich. Besserung nicht in Sicht.



Um nach einer Laufzeit von 15 Jahren den eingezahlten Beitrag von 100.000 Euro garantiert zu erhalten, stiegen die Kosten hierfür um das 1,7-fache des eingezahlten Beitrages. Also insgesamt 170.000 Euro. Bei einer noch längeren Laufzeit potenziert sich dieses Verhältnis nun noch weiter. Die Kosten steigen unaufhaltsam. Bei 25 Jahren betragen sie bereits das Vierfache, nach 35 Jahren sogar das Achtfache der eingezahlten Summe.

Eine sehr schöne Grafik hat die School of finance erstellt.

Tritt der Garantiefall überhaupt ein?

In der Studie wurde parallel zu der Eingangsuntersuchung das gleiche Szenario für ein einmaliges Investment an den weltweiten Aktienmärkten simuliert. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sprechen für sich.

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die Garantie wirklich greift, ist verschwindend gering. Historische Berechnungen belegen, dass seit Beginn des Berechnungszeitraumes im September 2000 die Notwendigkeit einer 100-prozentigen Garantie nur zu 1,2 Prozent eintritt. Auch hier zeigt sich deutlich, dass es umso unwahrscheinlicher ist, je länger die Anlage in Aktien dauert. Es muss wesentlich seltener die Garantie in Anspruch genommen werden. Bei einer Anlagedauer von 25 Jahren an den internationalen Börsen tritt der Garantiefall nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,1 Prozent ein. Bei einer Laufzeit von 35 Jahren ist diese kaum noch messbar.
  • In einer vorangegangenen Studie wurde bereits nachgewiesen, dass bei einer langfristigen Anlage in Aktien eine 100-prozentige Beitragsgarantie in den meisten Fällen unnötig ist. Wieder bemühen wir die Vergangenheit und stellen fest, dass nur in Japan in den 1970-er Jahren Garantien nötig gewesen wären, um einen über einen länger anhaltenden Zeitraum regelmäßig eingezahlten Betrag zu erhalten. In allen anderen Berechnungen hätten sich teils wunderbare Summen ergeben. Wären für einen Zeitraum von 32 Jahren beispielsweise 100 Euro pro Monat in einen Aktiensparplan investiert worden, so stünden am Ende zwischen 100.000 (MSCI Italy) und über 700.000 Euro (MSCI Australia) zu Buche. Eingezahlt wurden in diesem Zeitraum 38.400 Euro.

Die Studie beweist also, dass starre Garantien eher schaden, als nützen. Es wurde erwiesen, dass die Kosten für eine langfristige einmalige Kapitalanlage nicht nur erschreckend hoch sind, sondern dass auch das tatsächliche Eintreffen eines Garantiefalls verschwindend gering ist und diese Option nur in den aller seltensten Fällen „gezogen" werden muss.Somit sollte in einer Beratung auf dieses Thema speziell hingewiesen werden und die Entscheidung für oder gegen eine Garantie individuell mit dem Anleger besprochen werden.

Sollten Sie also dennoch eine Garantie wünschen oder Ihr Berater Ihnen eine Garantie „aufzwängen" wollen, sprechen Sie ihn bitte darauf an und lassen sich die Kosten detailliert erläutern. Es geht hier um viel Geld – Ihr Geld! Sie verzichten für eine vermeintlich geringe Garantie auf sehr viel Rendite und verringern Ihre Ablaufleistung.

Sie haben einen alten Vertrag mit eingebauter Garantie? Dann sprechen Sie uns an, wir bewerten Ihren Vertrag neutral und kostenfrei!

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Kommentare 4

 
Gäste - Leser am Donnerstag, 02. März 2017 15:52

Also, ich denke, es handelt sich hierbei um das allgemeine Geplapper, um eben die Menschen von den Garantieprodukten weg zu bekommen, da diese für die Versicherer in der Tat teurer sind! Zuvor konnten wir uns Jahrzehnte lang genau das Gegenteil anhören, weil die Banken und Finanzberater unseren Kunden vom Abschluss einer Lebens-/Rentenversicherung abraten wollten! Alles zu unsicher und mit hohen Risiken verbunden…

Dass dem dann am Ende auch tatsächlich so war – siehe Staats- und Bankenkrise – soll heute aber plötzlich nicht mehr gelten! Auf einmal sind die Anlagen in Aktien ja gar kein Risiko mehr! Komisch, dass bei diesem nicht vorhandenen Risiko und Hochrechnungen von 6% Rendite und mehr im Jahr, die Versicherer keine Garantien mehr aussprechen können/wollen?! Tatsächlich soll doch nur das (angeblich nun plötzlich nicht mehr vorhandene) Risiko auf den Kunden verlagert werden, denn bisher mussten die Versicherer für die Rendite geradestehen, auch wenn’s an der Börse und anderen Märkten schlecht lief…

Komisch auch, dass man jeden Kunden seit dem 01.01.2017 über sogenannte Risikoklassen informieren muss! Risiko? Ich dachte, dass gibt`s gar nicht?! Und ebenso komisch, dass man Gesellschaften, die mit ihren Kapitalanlagen verstärkt in Aktien und Immobilien investiert sind, wie z. Bsp. die Stuttgarter, die dies mit immerhin rd. 25% tut, nach den Maßstäben von Solvency 2 abstraft, weil zu risikobehaftet!!!

Ich kenne diese Veröffentlichung, die gerade überall gepredigt wird. Wenn nun aber das Risiko des „Garantiefalles“ auf bis zu 0,1 Prozent sinken soll, darf die Frage gestellt werden, weshalb die Versicherer gegenüber dem nun mal sehr sicherheitsaffinen deutschen Verbraucher am besten noch nicht mal mehr eine Beitragserhaltsgarantie aussprechen möchte. Statt dessen möchte man diesen, entgegen jahrzehntelanger anderslautender Informationen, nun im Hauruckverfahren umerziehen.

SORRY, aber wenn ich mir anhand von Studien erklären lassen muss, dass es keine Risiken geben soll, dann erklär‘ mir doch bitte mal einer, welches Problem die Versicherer dann mit einem Garantieversprechen haben und dieses so immens teuer sein soll!? Zumal die Versicherer Ihre gegebenen Garantien im Ernstfall ohnehin über Bord werfen dürfen…

Diese und ähnliche Studien dienen letztlich einzig der Risikoumverteilung und dem Umsatz! Klar ist jedoch, dass es auf Dauer wohl keine Garantien mehr geben wird, wenn diese wirklich so teuer sind. Offen bleibt die Frage, weshalb diese Garantien bei angeblich null Risiko so teuer sind? Also, irgendetwas passt da wohl nicht zusammen…

Also, ich denke, es handelt sich hierbei um das allgemeine Geplapper, um eben die Menschen von den Garantieprodukten weg zu bekommen, da diese für die Versicherer in der Tat teurer sind! Zuvor konnten wir uns Jahrzehnte lang genau das Gegenteil anhören, weil die Banken und Finanzberater unseren Kunden vom Abschluss einer Lebens-/Rentenversicherung abraten wollten! Alles zu unsicher und mit hohen Risiken verbunden… Dass dem dann am Ende auch tatsächlich so war – siehe Staats- und Bankenkrise – soll heute aber plötzlich nicht mehr gelten! Auf einmal sind die Anlagen in Aktien ja gar kein Risiko mehr! Komisch, dass bei diesem nicht vorhandenen Risiko und Hochrechnungen von 6% Rendite und mehr im Jahr, die Versicherer keine Garantien mehr aussprechen können/wollen?! Tatsächlich soll doch nur das (angeblich nun plötzlich nicht mehr vorhandene) Risiko auf den Kunden verlagert werden, denn bisher mussten die Versicherer für die Rendite geradestehen, auch wenn’s an der Börse und anderen Märkten schlecht lief… Komisch auch, dass man jeden Kunden seit dem 01.01.2017 über sogenannte Risikoklassen informieren muss! Risiko? Ich dachte, dass gibt`s gar nicht?! Und ebenso komisch, dass man Gesellschaften, die mit ihren Kapitalanlagen verstärkt in Aktien und Immobilien investiert sind, wie z. Bsp. die Stuttgarter, die dies mit immerhin rd. 25% tut, nach den Maßstäben von Solvency 2 abstraft, weil zu risikobehaftet!!! Ich kenne diese Veröffentlichung, die gerade überall gepredigt wird. Wenn nun aber das Risiko des „Garantiefalles“ auf bis zu 0,1 Prozent sinken soll, darf die Frage gestellt werden, weshalb die Versicherer gegenüber dem nun mal sehr sicherheitsaffinen deutschen Verbraucher am besten noch nicht mal mehr eine Beitragserhaltsgarantie aussprechen möchte. Statt dessen möchte man diesen, entgegen jahrzehntelanger anderslautender Informationen, nun im Hauruckverfahren umerziehen. SORRY, aber wenn ich mir anhand von Studien erklären lassen muss, dass es keine Risiken geben soll, dann erklär‘ mir doch bitte mal einer, welches Problem die Versicherer dann mit einem Garantieversprechen haben und dieses so immens teuer sein soll!? Zumal die Versicherer Ihre gegebenen Garantien im Ernstfall ohnehin über Bord werfen dürfen… Diese und ähnliche Studien dienen letztlich einzig der Risikoumverteilung und dem Umsatz! Klar ist jedoch, dass es auf Dauer wohl keine Garantien mehr geben wird, wenn diese wirklich so teuer sind. Offen bleibt die Frage, weshalb diese Garantien bei angeblich null Risiko so teuer sind? Also, irgendetwas passt da wohl nicht zusammen…
Leibenzeder Falk am Montag, 06. März 2017 14:15

Erst einmal vielen Dank für Ihren Kommentar.
Schön wäre es zu erfahen, wer sich denn hinter der Fassade verbirgt. Es scheint, mir, wie wenn Sie selber aus der Branche stammen.
Ich möchte generell einmal klarstellen, dass Garantien für manche Personen durchaus denkbar sind, denn wer ein sehr großes Sicherheitsbedürfniss hat, für den kann das durchaus passen.
Was jedoch den Versicheren immer verschwiegen wird, sind nun leider einmal die immensen Vertrags- und Verwaltungskosten. Denn mit Abschlusskosten in Höhe von 4-6% ist ja ja nicht getan.
Die eigentlichen Veraltungskosten sind das größere Übel.
Bevor wir uns aber einer Diksussion um den Sinn oder Unsinn von Lebensversicherungen machen, sollte jeder Vertrag einmal auf Herz und Nieren überprüft werden. Denn nur dann ist eine Entscheidung möglich, was mit der Versicherung passiert.
Ein einfaches Rechenbeispiel das jeder für sich selber vollziehen kann ist seinen Vertrag anhand der gegebenen Zahlen durchzurechnen.
Hierfür einfach auf www.zinsen-berechnen.de gehen und seine Daten eingeben. Das ganze ohne Dynamik oder sonstiges.

Einfach nur den Monatsbeitrag und die Jahre eingeben und die prognostizierte Ablaufleistung.
Dann auf Rendite berechnen klicken. Aus diesem Ergebnis wird sehr schnell deutlich ob es sich lohnt den Vertrag weiterzuführen, oder überhaupt abzuschließen.

In unserem Beispiel (der Vertrag wurde 2001 geschlossen und hatte eine Garantieverzinsung von 3,25%) ist die Prognose düster.

Monatsbeitrag von 100€ über 34 Jahre mit einem Endkapital von 46.831€.
Nach Abzug der Kosten liegt die Verzinsung auf die Dauer gesehen bei mageren 0,75%. Inflation noch nicht berücksichtigt. Der versicherte Kunde spart sich also arm. Hier wird umso deutlicher welchen Preis der Kunde für siene Garantie zahlt.

Vergleichsweise rechnen wir einmal einen Aktiensparplan dagegen ohne Garantien mit nur 4% Rendite, reduziertem Ausgabeaufschlag (so wie wir das machen) und Verwaltungsgebühren von 0,5% p.a.
Hier benötigt es nicht viel, um besser dazustehen. Zudem investiert der Kunde noch in Sachwerte und hat somit IMMER einen realen Wert.
Das Ergebnis liegt bei über 75.000€

Gerne helfen wir auch bei der Bewertung des eigenen Vertrages um eine Entscheidung pro oder contra Lebensversicherung treffen zu können.

Erst einmal vielen Dank für Ihren Kommentar. Schön wäre es zu erfahen, wer sich denn hinter der Fassade verbirgt. Es scheint, mir, wie wenn Sie selber aus der Branche stammen. Ich möchte generell einmal klarstellen, dass Garantien für manche Personen durchaus denkbar sind, denn wer ein sehr großes Sicherheitsbedürfniss hat, für den kann das durchaus passen. Was jedoch den Versicheren immer verschwiegen wird, sind nun leider einmal die immensen Vertrags- und Verwaltungskosten. Denn mit Abschlusskosten in Höhe von 4-6% ist ja ja nicht getan. Die eigentlichen Veraltungskosten sind das größere Übel. Bevor wir uns aber einer Diksussion um den Sinn oder Unsinn von Lebensversicherungen machen, sollte jeder Vertrag einmal auf Herz und Nieren überprüft werden. Denn nur dann ist eine Entscheidung möglich, was mit der Versicherung passiert. Ein einfaches Rechenbeispiel das jeder für sich selber vollziehen kann ist seinen Vertrag anhand der gegebenen Zahlen durchzurechnen. Hierfür einfach auf www.zinsen-berechnen.de gehen und seine Daten eingeben. Das ganze ohne Dynamik oder sonstiges. Einfach nur den Monatsbeitrag und die Jahre eingeben und die prognostizierte Ablaufleistung. Dann auf Rendite berechnen klicken. Aus diesem Ergebnis wird sehr schnell deutlich ob es sich lohnt den Vertrag weiterzuführen, oder überhaupt abzuschließen. In unserem Beispiel (der Vertrag wurde 2001 geschlossen und hatte eine Garantieverzinsung von 3,25%) ist die Prognose düster. Monatsbeitrag von 100€ über 34 Jahre mit einem Endkapital von 46.831€. Nach Abzug der Kosten liegt die Verzinsung auf die Dauer gesehen bei mageren 0,75%. Inflation noch nicht berücksichtigt. Der versicherte Kunde spart sich also arm. Hier wird umso deutlicher welchen Preis der Kunde für siene Garantie zahlt. Vergleichsweise rechnen wir einmal einen Aktiensparplan dagegen ohne Garantien mit nur 4% Rendite, reduziertem Ausgabeaufschlag (so wie wir das machen) und Verwaltungsgebühren von 0,5% p.a. Hier benötigt es nicht viel, um besser dazustehen. Zudem investiert der Kunde noch in Sachwerte und hat somit IMMER einen realen Wert. Das Ergebnis liegt bei über 75.000€ Gerne helfen wir auch bei der Bewertung des eigenen Vertrages um eine Entscheidung pro oder contra Lebensversicherung treffen zu können.
Gäste - MichaelSpeiser am Montag, 06. März 2017 19:22

Hallo Herr Leibenzeder,

wie ein Politiker weichen Sie der eigentlichen Fragestellung, nämlich weshalb Garantien so teuer sind, wenn es doch gar kein Risiko geben soll?! Also, weshalb müssen Versicherer überhaupt Garantien "absichern", wenn das Verlustrisiko gegen Null geht? Die Wahrheit ist doch wohl eher, dass Aktiengeschäfte eben doch ein nicht unerhebliches Risiko beinhalten...

Natürlich ist es im aktuellen Zinsumfeld einfach, dem Kunden bereits mit angenommenen 4% rechnerisch eine erheblich höhere Ablaufleistung darzustellen. Garantieren will man ihm aber, trotz angeblich nicht vorhandenem Risiko, dann nicht einmal 1%. Und sind wir doch mal ehrlich: Als eine "normale" Lebens- oder Rentenversicherung selbst noch gute 4% Rendite abgeworfen hat, wurde er eben mit Hochrechnungen von 8% und mehr dazu "verleitet" in fondsgebundene Lösungen oder eben direkt in Aktien zu investieren. Am Ende erwirtschafteten diese Policen/Anlagen unter dem Strich mit ca. 6% dann aber auch nicht viel mehr als die "teure, klassische Variante"!

Es stimmt, ich bin vom Fach. Und daher kann ich ein aktuelles Beispiel aufzeigen, bei dem ein Kunde zum 01.10.2016 aus einem Fremdvertrag bei der AachenMünchener, einer klassischen Rentenversicherung, nach 16 Jahren mit einer Beitragsrendite von 6,59% p.a. belohnt wurde! Übrigens ebenfalls mit "Zinsen-berechnen" ermittelt. Daneben kenne ich so einige, die mit ihren Aktiensparplänen, ob VL oder andere Verträge, wenn nicht gar Verluste eingefahren, so doch nicht wesentlich mehr Rendite erwirtschaftet haben. Und das trotz des erheblichen Risikos, dass diese in den Jahren des Ansparens durchstehen mussten! Entschuldigung, Risiken gibt es ja gar keine. In jedem Fall habe ich keinen einzigen Vertrag gesehen, der die bei Abschluss noch prognostizierten 8% oder gar mehr nachweisen konnte...

Wie gesagt, im Moment klingen 4% schon beinahe überzogen. Aber so zu argumentieren, als haben all die Lebens- und Rentenversicherungskunden in den vergangenen 20 - 40 Jahren nur Verluste gemacht, während die Aktiensparer nur Gewinner waren, spiegelt die Realitäten eben nicht wieder...

Und nebenbei sollte auch nicht unerwähnt bleiben, wo eigentlich der Unterschied zwischen einer "teuren Versicherung" und einer "viel günstigeren Direktanlage" liegt. Nämlich der steuerliche Aspekt und das Langlebigkeitsrisiko. Letzteres versichert nämlich nur die "teure Versicherung"! Und wenn der Kunde Ihres Rechenbeispiels von den 75.000 EUR erst einmal die Steuern für den Gewinn iHv. 34.200 EUR abgedrückt hat, sagen wir mal 25% und damit also 8.550 EUR, und die so übrig gebliebenen 66.450 EUR verbraucht hat, erhält der andere aus seinen 46.831 EUR immer noch seine Rente von derzeit monatlich gerne rund 175 EUR, bis zu seinem Lebensende und vermutlich steuerfrei!

Steckt aber Ihr Beispielkunde die übrig gebliebenen 66.450 EUR in eine sofort beginnende Rente, weil er am Markt eben für sein Geld gerade wieder einmal keine Zinsen erhält und das Langlebigkeitsrisiko mittlerweile auch erkannt hat, muss er nur bei einem Versicherer landen dessen dann gültiger Rentenfaktor 30% niedriger ausfällt als der heute bereits garantierte Rentenfaktor der "teuren Versicherung", und schwupp hat er auch nicht mehr erreicht. Trotz dem, dass er über 34 Jahre im Risiko stand! SORRY, schon wieder dieses Wort, das ja gar keine Bedeutung hat....

Man sollte also vom Umsatzgedanken getrieben nicht damit anfangen, Altbewährtes und Risiken auszublenden und Äpfel mit Birnen vergleichen! Das ist meine Meinung...

Hallo Herr Leibenzeder, wie ein Politiker weichen Sie der eigentlichen Fragestellung, nämlich weshalb Garantien so teuer sind, wenn es doch gar kein Risiko geben soll?! Also, weshalb müssen Versicherer überhaupt Garantien "absichern", wenn das Verlustrisiko gegen Null geht? Die Wahrheit ist doch wohl eher, dass Aktiengeschäfte eben doch ein nicht unerhebliches Risiko beinhalten... Natürlich ist es im aktuellen Zinsumfeld einfach, dem Kunden bereits mit angenommenen 4% rechnerisch eine erheblich höhere Ablaufleistung darzustellen. Garantieren will man ihm aber, trotz angeblich nicht vorhandenem Risiko, dann nicht einmal 1%. Und sind wir doch mal ehrlich: Als eine "normale" Lebens- oder Rentenversicherung selbst noch gute 4% Rendite abgeworfen hat, wurde er eben mit Hochrechnungen von 8% und mehr dazu "verleitet" in fondsgebundene Lösungen oder eben direkt in Aktien zu investieren. Am Ende erwirtschafteten diese Policen/Anlagen unter dem Strich mit ca. 6% dann aber auch nicht viel mehr als die "teure, klassische Variante"! Es stimmt, ich bin vom Fach. Und daher kann ich ein aktuelles Beispiel aufzeigen, bei dem ein Kunde zum 01.10.2016 aus einem Fremdvertrag bei der AachenMünchener, einer klassischen Rentenversicherung, nach 16 Jahren mit einer Beitragsrendite von 6,59% p.a. belohnt wurde! Übrigens ebenfalls mit "Zinsen-berechnen" ermittelt. Daneben kenne ich so einige, die mit ihren Aktiensparplänen, ob VL oder andere Verträge, wenn nicht gar Verluste eingefahren, so doch nicht wesentlich mehr Rendite erwirtschaftet haben. Und das trotz des erheblichen Risikos, dass diese in den Jahren des Ansparens durchstehen mussten! Entschuldigung, Risiken gibt es ja gar keine. In jedem Fall habe ich keinen einzigen Vertrag gesehen, der die bei Abschluss noch prognostizierten 8% oder gar mehr nachweisen konnte... Wie gesagt, im Moment klingen 4% schon beinahe überzogen. Aber so zu argumentieren, als haben all die Lebens- und Rentenversicherungskunden in den vergangenen 20 - 40 Jahren nur Verluste gemacht, während die Aktiensparer nur Gewinner waren, spiegelt die Realitäten eben nicht wieder... Und nebenbei sollte auch nicht unerwähnt bleiben, wo eigentlich der Unterschied zwischen einer "teuren Versicherung" und einer "viel günstigeren Direktanlage" liegt. Nämlich der steuerliche Aspekt und das Langlebigkeitsrisiko. Letzteres versichert nämlich nur die "teure Versicherung"! Und wenn der Kunde Ihres Rechenbeispiels von den 75.000 EUR erst einmal die Steuern für den Gewinn iHv. 34.200 EUR abgedrückt hat, sagen wir mal 25% und damit also 8.550 EUR, und die so übrig gebliebenen 66.450 EUR verbraucht hat, erhält der andere aus seinen 46.831 EUR immer noch seine Rente von derzeit monatlich gerne rund 175 EUR, bis zu seinem Lebensende und vermutlich steuerfrei! Steckt aber Ihr Beispielkunde die übrig gebliebenen 66.450 EUR in eine sofort beginnende Rente, weil er am Markt eben für sein Geld gerade wieder einmal keine Zinsen erhält und das Langlebigkeitsrisiko mittlerweile auch erkannt hat, muss er nur bei einem Versicherer landen dessen dann gültiger Rentenfaktor 30% niedriger ausfällt als der heute bereits garantierte Rentenfaktor der "teuren Versicherung", und schwupp hat er auch nicht mehr erreicht. Trotz dem, dass er über 34 Jahre im Risiko stand! SORRY, schon wieder dieses Wort, das ja gar keine Bedeutung hat.... Man sollte also vom Umsatzgedanken getrieben nicht damit anfangen, Altbewährtes und Risiken auszublenden und Äpfel mit Birnen vergleichen! Das ist meine Meinung...
Leibenzeder Falk am Montag, 06. März 2017 21:28

Welch ein Glück, dass sich Meinungen nicht immer decken müssen. :D
Ich möchte noch einmal betonen, dass eine verünftige Beratung am Anfang einer Zusammenarbeit steht und hier nicht pauschal geurteilt werden kann.
Insofern kann nicht für alle Kunden das gleiche angeboten werden.
Ich möchte auch gar nicht groß auf das oben genannte eingehen, denn ich sehe die Situation ein wenig anders und habe, anders wie Sie als "normaler Versicherungsmakler" als Finanzmakler noch ein paar andere Möglichkeiten. Ich möchte hier nur endlose Diskussionen ob richtig oder falsch vermeiden und durch meine Beiträge aufmerksam machen und darauf hinweisen, dass nicht immer alles für "gegeben" genommen werden sollte.
Zudem finde ich es schade, dass Sie als Kollege versuchen hier böses Blut zu schaffen und mir unterstellen, ich würde nur an den Umsatz denken.
Kein Wunder, dass die Menschen ein so schlechtes Bild über die Branche haben.

Beitrag *CLOSED*

Welch ein Glück, dass sich Meinungen nicht immer decken müssen. :D Ich möchte noch einmal betonen, dass eine verünftige Beratung am Anfang einer Zusammenarbeit steht und hier nicht pauschal geurteilt werden kann. Insofern kann nicht für alle Kunden das gleiche angeboten werden. Ich möchte auch gar nicht groß auf das oben genannte eingehen, denn ich sehe die Situation ein wenig anders und habe, anders wie Sie als "normaler Versicherungsmakler" als Finanzmakler noch ein paar andere Möglichkeiten. Ich möchte hier nur endlose Diskussionen ob richtig oder falsch vermeiden und durch meine Beiträge aufmerksam machen und darauf hinweisen, dass nicht immer alles für "gegeben" genommen werden sollte. Zudem finde ich es schade, dass Sie als Kollege versuchen hier böses Blut zu schaffen und mir unterstellen, ich würde nur an den Umsatz denken. Kein Wunder, dass die Menschen ein so schlechtes Bild über die Branche haben. Beitrag *CLOSED*
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