Achtung Erbe! 5 wichtige Regeln zur Erbschaft - Finanzservice Leibenzeder - Versicherungsmakler Emmendingen || Freiburg Leibenzeder Finanzservice

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Achtung Erbe! 5 wichtige Regeln zur Erbschaft

Jahr für Jahr wechselt in Deutschland Vermögen für knapp 500 Milliarden Euro den Besitzer, weil eine Erbschaft ansteht. Sind Erbschaften vernünftig geplant, im Sinne einer Generationenberatung, können Sie ein entscheidender Faktor in der finanziellen Vorsorge werden.

In den nächsten Jahren wird die Summe der zu vererbenden Vermögen noch einmal deutlich ansteigen. Die Macher des deutschen Wirtschaftswunders werden langsam von der Bühne des Lebens abtreten und ein immenses Vermögen hinterlassen. Ganz zur Freude der Nachkriegsgeneration. In der letzten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) könnten die Erbschaften im laufenden Jahrzehnt gegenüber dem Vorjahrzehnt um knapp 30 Prozent steigen.

Entscheidend ist aber, was von der aktuellen Pandemie noch übrigbleibt.

Es gibt Familien im Land, auch im eigenen Kundenkreis, die sich rechtzeitig mit dem Thema der Erbschaft auseinandersetzen. Gerade bei größeren Vermögen bietet sich das an, um Erbschaftssteuerfreibeträge vollständig auszureizen. Möchte man den aktuellen Zahlen glauben schenken, ist vom gesamten Vermögen der Deutschen heute schon ein Fünftel ererbt.

Auf der anderen Seite haben 5 bis 7 Millionen Haushalte in den nächsten 10 Jahren eine Erbschaft zu erwarten. Höhe Umfang und Verteilung steht hier aber noch auf einem ganz anderen Blatt. Es ist sinnvoller und zielführender mit warmer Hand zu geben, als dem Staat unnötig Geld in den Rachen zu werfen.

Die meisten Erblasser hinterlassen den Kindern oder nahen Angehörigen eine Wohnung oder Haus. Somit werden Erbschaften zu einem zukünftigen Vermögensbaustein der folgenden Generation. Auch für deren finanzielle Planung und Altersvorsorge. Doch gilt es einiges zu beachten, um nicht in die Steuerfalls zu tappen. Die 5 wichtigsten Regeln folgen nun:

1 Regel: Hinterbliebene für die Erbschaft richtig absichern

Wer in einer Partnerschaft lebt, oder verheiratet ist, möchte meist, dass es nach seinem Ableben dem Partner finanziell gut geht. (Ausnahmen bestätigen die Regel, aber das soll hier nicht Thema sein. 😉 )

Mit dem Tod des Erblassers stehen aber für den Partner jede Menge Änderungen an. Die gesetzliche Rente fällt beispielsweise weg, und von einem auf den anderen Monat entsteht ein Vakuum. Der Hinterbliebene bekommt zwar eine Witwenrente (wenn verheiratet), diese liegt aber bei maximal 60 Prozent des bisherigen Rentenanspruchs des Verstorbenen. Sonstige Einkünfte nicht mitgerechnet. Auch bei uns ist es so, dass in den meisten Fällen, der überbleibende Teil auf weiteres Vermögen angewiesen ist. Idealerweise bestehen Testamente auf Gegenseitigkeit, sodass der überlebende Partner entsprechend begünstigt ist. Hier gilt es aber die entsprechenden Erbschaftssteuerfreibeträge zu beachten. Am häufigsten für den Fall einer Erbschaft wird das Berliner Testament gewählt, indem sich die Partner als gegenseitig Begünstigte einsetzen. Nach beiderseitigem Ableben erben dann die (gemeinsamen) Kinder.

2 Regel: Pflichtteile vor einer Erbschaft prüfen

Generell lässt sich das Erben des eigenen Vermögens frei bestimmen. Ob mit Berliner Testament, oder einem frei geäußerten Willen. Ganz so frei ist es im rechtlichen Rahmen dann aber doch nicht. Was auf dem Papier einfach klingt, ist in der Praxis oftmals etwas komplizierter. Gerade, wenn es um enterben geht. Sollen Angehörige enterbt werden, stehen ihnen aber immer noch die sogenannten Pflichtteile zu. Das bedeutet: Es besteht kein Anspruch auf Immobilien, Aktien oder Fahrzeuge. Es steh ihnen aber ein finanzieller Ausgleich in Höhe von ¼ der Erbmasse zu. Zum begünstigten Kreis der Angehörigen gehören leibliche oder adoptierte Kinder, Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner und die eigenen Eltern, falls es keine direkten Nachfahren gibt.

Beim entsprechenden Nachlassgericht können sie einen Pflichtanteilsanspruch geltend machen. Hierbei ist oftmals Streit vorprogrammiert. Gibt es zum Beispiel nur noch eine Immobilie die als Erbmasse verfügbar ist, kann es sein, dass diese veräußert werden muss, um Begünstigte auszuzahlen. Daher sollte zu Lebzeiten schon darüber nachgedacht werden, entsprechende Dokumente aufzusetzen, um solche Streitigkeiten zu vermeiden. Das kann ebenso Sinn ergeben, wenn ein größeres Vermögen vorhanden ist, um Erbschaftssteuern zu sparen.

3 Regel: Früh schenken lohnt sich

Die größte Hürde im Erbrecht ist meistens die Steuer!

Je nach Höhe des Nachlasses und je nachdem, wie viele Erben es gibt, kassiert der Staat bis zu 50 Prozent er Erbmasse. Um das zu vermeiden, gibt es intelligente Lösungen. Wir haben hierfür diverse Beiträge verfasst, die etwas Licht ins Dunkel bringt.

- Mit einer Fondspolice steueroptimiert Vermögen übertragen

- Erben und verschenken

- Die sieben häufigsten Fehler bei Schenkungen

Je nach Rang des erben bestehen diverse Freibeträge. Der verheiratet oder eingetragene Partner geht mit einer halben Million Euro noch sehr großzügig aus. Verbleibende Kinder dürfen sich mit je 400.000 Euro Ihren Verlust trösten lassen. Gibt es Enkel, werden diese mit 200.000 Euro bedacht. Gibt es keine Kinder, sondern nur noch die leiblichen Eltern, erhalten diese 100.000 Euro als Erbschaftssteuerfreibetrag. Ein besonderes ACHTUNG gilt bei unverheirateten Paaren. Der verbleibende Teil erhält nur 20.000 Euro als Freibetrag. Ist er zum Beispiel Alleinerbe, kann das schmerzhafte Steuerbeträge auslösen.

Je höher die Erbschaft, und je näher der Verwandtschaftsgrad, desto unterschiedlicher die Steuer. Die gier des Staates bewegt sich zwischen 7 und 50 Prozent der Erbmasse. Daher lieber früher an später denken. 😉

Wer also Steuern vermeiden will, sollte frühzeitig beginnen Vermögen zu verschenken. Oben haben wir schon einen Beitrag verlinkt. Die Freibeträge für Schenkungen sind denen der Beträge des Erbes identisch. Sie können alle zehn Jahre die vollen Summen ausschöpfen. Je eher sie also beginnen Vermögen zu übertragen, desto mehr Steuern sparen Sie.

4. Regel: Versicherungen prüfen!

Hat der Erblasser eine Leibrente abgeschlossen erlöschen die Leistungen mit dem Tod. Neben der gesetzlichen Rente gilt das auch für private Verträge wie Riester- oder Rürupverträge. Um auch möglichst lange in den Genuss einer Rente zu kommen, in die man oftmals Jahrzehnte lang einbezahlt hat, ist es wichtig, bei Abschluss eine möglichst lange Rentengarantiezeit zu wählen. Die Hinterbliebenen erhalten so unter Umständen noch ein paar Jahre weiter die vereinbarte Rente aus dem Vertrag. Die Rentengarantiezeit bezieht sich auf die Zeit ab Rentenbeginn. Geht der Versicherte mit 67 in Rente und es ist eine Rentengarantiezeit von 15 Jahren vereinbart, erhalten bei vorzeitigem Tod, die Hinterbliebenen bis zum theoretischen 83 Geburtstag des Erblassers eine Rente.


5. Regel: Der Sachwert Immobilie in einer Erbschaft!

Besitzer einer Immobilie erfahren im Laufe der Jahre meistens eine immense Wertsteigerung. Bei einer Erbschaft sind die Freibeträge dann oftmals allein durch die Immobilie verbraucht, selbst wenn kein Geld im eigentlichen Sinne fließt. Daher lohnt es sich, schon zu Lebzeiten das Eigentum zu übertragen. Für die Vererbung einer Immobilie gibt es aber einen Sonderstatus. Der Gesetzgeber hat die Möglichkeit geschaffen, dass Immobilien generell steuerfrei vererbt und verschenkt werden können. Egal, welchen Wert die Immobilie hat. Wie immer gilt es aber ein paar Regeln zu beachten:

1. Begünstigte müssen der Ehe- oder Lebenspartner, die Kinder, Stief- oder Waisenenkel sein.

2. Es muss ein Familienheim sein, welches vererbt oder verschenkt wird. Zusätzlich muss der Erbe dort mindestens 10 Jahre wohnhaft bleiben. Ferienhäuser fallen nicht unter die steuerfreie Vererbung oder Schenkung.

3. Sind die Kinder die Erben, darf die Wohnfläche 200 Quadratmeter nicht überschreiten.

Idealerweise nutzen Sie zu Lebzeiten die Möglichkeiten der Freibeträge. Alle 10 Jahre können Sie diese voll ausschöpfen. Welche Möglichkeiten hier bestehen, lesen Sie bitte in einem früheren Beitrag nach.

Sind Sie im Besitz eines größeren Vermögens bieten wir hierfür auch spezielle Konzepte über Vermögensverwaltungen, Stiftungen und Genossenschaften an. Vereinbaren Sie hierzu, und in allen anderen Fragen bitte einen Termin über unseren Kalender.

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