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Aktien und ein Ausblick auf die Weltwirtschaft.

Die Weltkonjunktur im Griff des Virus



 Als erkennbar wurde, dass die Corona-Pandemie zu einer Vollbremsung der Weltwirtschaft führen würde, begannen zunächst die Notenbanken mit Hilfsmaßnahmen. Dazu stellen sie mehr Geld zur Verfügung als jemals zuvor. In zwei außerplanmäßigen Sitzungen im März beschloss die US-Notenbank Federal Reserve, ihre Leitzinsen deutlich zu senken.

Die Absenkung der Fed Funds Rate, des wichtigsten US-Leitzinses, von der Bandbreite 1,50 bis 1,75 Prozent auf 0,0 bis 0,25 Prozent beruhigte die Börsen aber nicht, im Gegenteil. Auf die darauf nicht vorbereiteten Kapitalmärkte wirkten die Zinssenkungen wie eine Panikreaktion.

Auch die massive Ausweitung der Anleihekaufprogramme durch alle wichtigen Notenbanken vermochte es diesmal nicht, die Börsen steigen zu lassen. Denn niedrige Kreditzinsen allein reichen nicht mehr.

Der Kursrutsch an den Börsen setzte sich bis in die zweite Märzhälfte fort. Die indirekten geldpolitischen Hilfsmaßnahmen der Notenbanken zeigten trotz ihres Rekordumfangs auch deshalb wenig Wirkung, weil mit diesem Mittel seit langem die Konjunktur stimuliert wird. Eine Medizin, die schon bei jedem kleinen Schnupfen verabreicht wurde, verliert ihre Wirkung, wenn es ernst wird.

Erst als auch die Regierungen direkte Maßnahmenpakete in einem Rekordumfang ankündigten, wurde dies positiv aufgenommen. Nach panischen Verkäufen, die die Aktienmärkte auf Mehrjahrestiefs geschickt

hatten, kam es zu einer Kurserholung. Der populäre Dow Jones Industrial Average für US-Standardwerte, der von seinem Rekordhoch im Februar bei 29.568 Zählern bis zu seinem Tief bei 18.214 Punkten im März 38 Prozent verloren hatte, beendete das erste Quartal letztendlich mit einem Rückgang um 23 Prozent bei 21.917 Zählern.

Entwicklung der Aktien

Noch schlechter entwickelten sich kleine Aktien. So verzeichnet der entsprechende Aktienindex für sogenannte Nebenwerte für das erste Quartal einen Rückgang um 31 Prozent. Besser konnten sich Technologiewerte halten, deren Geschäftsmodelle oft internetbasiert sind und deshalb unter dem Stillstand klassischer Geschäftsprozesse weniger leiden oder sogar davon profitieren.

Der Nasdaq-100-Index erlitt nur einen Quartalsverlust von 10,5 Prozent. Die europäischen Aktienmärkte verloren im Durchschnitt etwas mehr als die Wallstreet. Der wesentliche Grund dafür dürfte in der höheren Abhängigkeit vom Welthandel liegen.

Der deutsche Leitindex DAX, der im vierten Quartal von abnehmenden Konjunktursorgen profitiert hatte, fiel Mitte März erstmals seit 2013 unter 8.500 Punkte und beendete das Quartal mit einem Minus von 25,0 Prozent bei 9.936 Punkten. Noch höher fiel der Rückschlag in Ländern aus, bei denen die Staatsfinanzen weniger solide sind, beispielsweise Griechenland.

Der stark von Ölkonzernen geprägte russische Aktienmarkt litt überdurchschnittlich unter dem Crash des Ölpreises. In Asien fielen die Kursverluste an den Aktienmärkten sehr unterdurchschnittlich aus. Die chinesische Notenbank hatte den ersten Kursrückschlag mit einer weiteren Lockerung ihrer Geldpolitik abmildern können. Anschließend setzten Investoren darauf, dass die Krise dort, wo sie ausbrach, früher überstanden wird. Tatsächlich vermeldeten neben China Länder wie Taiwan und Südkorea relativ früh Fortschritte bei der Eindämmung der Epidemie. Dagegen litten viele Schwellenländerbörsen überdurchschnittlich, weil über 80 Mrd. Dollar an internationalem Kapital aus den Emerging Markets abgezogen wurden. Aktien kamen unter Druck.

Der schnellste Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Geschichte der USA zeigte dann, welche katastrophale Wirkungen die Corona-Pandemie auch auf die größte Volkswirtschaft der Welt hat. Mittlerweile haben sich die USA nach der Zahl der Infizierten und Todesopfer weltweit an die Spitze gesetzt.

Doch die Aktienbörsen stützen sich auf die rekordhohen Hilfsprogramme

und die Hoffnung, dass die Wirtschaft schrittweise wieder hochgefahren werden kann. Die US-Notenbank Fed erhöhte ihre Kreditprogramme zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona- Krise auf 2,3 Billionen Dollar, sodass sich die Aktienkurse vor allem in der Woche vor Ostern weiter von ihren Tiefs entfernten.

Wie geht es nach dem Corona-Crash mit Weltwirtschaft und Börsen weiter?

Die Unsicherheiten sind groß. Bezüglich der Corona-Infektionen selbst reichen die Vorhersagen von Schreckensszenarien, bei denen weder durch überwundene Infektionen noch durch Impfungen dauerhaft

eine Immunität entstehen kann, bis zu verharmlosenden Behauptungen, Covid-19 sei weniger schlimm als ein grippaler Infekt. Die Wahrheit liegt offensichtlich dazwischen. Den Ländern gelingt es unterschiedlich gut, die erste Infektionswelle abzuschwächen. Eine eventuell zweite Infektionswelle wird die Gesundheitssysteme und Regierungen hoffentlich nicht mehr unvorbereitet treffen.

Bezüglich der Konjunkturentwicklung erwartet die große Mehrheit der Experten einen U-förmigen Verlauf von Aktien.

Demnach dauert die Rezession wohl mindestens zwei Quartale. In vielen dieser U-Szenarien wird erst für 2021 eine Konjunkturerholung erwartet. Pessimisten fürchten gar einen L-förmigen Konjunkturverlauf.

Der Absturz könnte demnach der Auftakt zu einer Depression sein, also einer ungewöhnlich langen Schwächephase. In diesem Szenario gelingt es Staaten und Notenbanken mit ihren Rekordhilfen nicht, Unternehmenspleiten in größerem Umfang zu verhindern, was wiederum zu hoher Arbeitslosigkeit, Kreditausfällen, Schieflagen von Banken und einer Abwärtsspirale führen könnte.

Doch diese Gefahr ist in den Augen der meisten Experten gering. Hauptgrund ist das Ausmaß der Gegenmaßnahmen. Die Chance für positive Überraschungen ist größer. Im Falle eines V-förmigen Konjunkturverlaufs würde es zu einer raschen Rückkehr der Wirtschaft zu Vor-Pandemie-Niveaus kommen.

In diesem Szenario dürfte die Rezession der Weltwirtschaft nicht viel länger als drei oder vier Monate dauern. Schon im zweiten Halbjahr würde sich die Aktivität der Weltwirtschaft in die Nähe des Vor-Pandemie- Niveaus bewegen, auch wenn im Gesamtjahr wegen des schwachen ersten Halbjahres ein Rückgang zu verzeichnen wäre. Für dieses zugegebenermaßen optimistische Szenario sprechen die

rekordhohen Hilfsprogramme, Nachholeffekte und der Umstand, dass es unmittelbar vor Ausbruch der Pandemie Anzeichen einer Konjunkturbelebung gab.

Was Sie jetzt tun können, um Ihr Geld dauerhaft in Sicherheit zu bringen, können wir gerne in einem persönlichen Gespräch klären. Es gibt immer unterschiedliche Herangehensweisen. Wir können nur immer wieder betonen, dass eine breite Streuung essenziell ist.

Dieses Gespräch kann via Onlineberatung, oder persönlich stattfinden. Ganz so, wie Sie es möchten.

Wir sind für Sie da. In guten und schlechten Zeiten. 😊

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