Pflegeversicherung - Versicherungsmakler Emmendingen || Freiburg Leibenzeder Finanzservice

Pflegeversicherung

Die Pflege und natürlich sowohl die gesetzliche als auch die private Plegeversicherung ist derzeit in aller Munde. Egal ob im TV, Rundfunk oder den Tageszeitungen. Fast kein Tag vergeht, ohne dass in irgendeinem Medium ein Bericht über Pflege bzw. Pflegeversicherung erscheint. Über den Sinn oder Unsinn einer privaten Pflegeversicherung scheiden sich zwar die Geister, allein jedoch die Entlastung der Familie im Falle einer Pflegebedürftigkeit ist ein außerordentlicher Mehrwert der Pflegeversicherung. Daher gilt es einmal, sich intensiv mit dem Thema auseinander zu setzen und zu beleuchten. Wir können verstehen, dass Sie sich nicht gerne mit Thema Pflege auseinandersetzen. Es geht schließlich um den eigenen Körper, die eigene Gesundheit, Krankheit und Unselbständigkeit.  Für den Bereich der Zusatzversicherungen unterscheiden wir in drei Varianten. Pflegekosten, Pflegetagegeld und Pflegerente. Pflegekosten kommt aber real fast nicht vor, da es hier auch zu wenige Anbieter gibt. Ob es notwendig und sinnvoll ist, eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen, oder ob nicht die gesetzlichen Leistungen ausreichen möchten wir Ihnen gerne erläutern.

Wozu brauche ich eine Pflegeversicherung?

Es herrscht leider oft der Irrglaube, dass die Menschen meinen, sie wären im Pflegefall automatisch und umfassend versichert. Dem ist leider nicht so, und es ist noch viel Aufklärungsarbeit von Nöten um den sich anbahnenden Pflegenotstand ausreichend zu kommunizieren. In Zeiten immer älter werdender Menschen über alle Nationen hinweg, steigt mit zunehmendem Alter auch zwangsläufig das Pflegerisiko. Ab dem 80 Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit auf über 80 Prozent! Für die Angehörigen bedeutet eine Pflegebedürftigkeit eines geliebten Menschen große physische, psychische und finanzielle Belastungen, an dieser Stelle setzt die Pflegeversicherung ein und kann einen Großteil der Last von den Angehörigen, Kindern etc. fernhalten.

Ist eine Pflegeversicherung Pflicht?

Ein ganz klares – JEIN! Im Rahmen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung zeigt schon die Begrifflichkeit, dass eine gewisse Pflicht besteht das Risiko abzusichern. Jeder Krankenversicherte, egal ob gesetzlich oder privat muss seinen Beitrag für die Pflege leisten.  Am 1.Januar 1995 wurde die Pflegepflichtversicherung als eigenständiger Zweig eingeführt.  

Was wird durch die gesetzliche Pflegeversicherung abgedeckt?

Durch die wachsende Pflegebedürftigkeit ist zwangsläufig eine Finanzierungslücke entstanden, die durch die Einführung der Pflegepflichtversicherung versucht wurde zu schließen. Jeder der ein versicherungspflichtiges Einkommen bezieht, wird prozentual daran beteiligt. Im Jahr 2019 liegt der Beitrag bei 3,05 Prozent. Kinderlose zahlen 0,25 Prozent mehr. Über den Arbeitgeber wird die Hälfte des Beitrags beglichen. Über die Beitragsbemessungsgrenze wir der maximale Beitrag zur Pflegepflichtversicherung festgelegt.
Tritt der Pflegefall ein, übernimmt die gesetzliche Pflegekasse, beispielsweise bei stationärer Unterbringung in Pflegegrad 3 nur 1262€ im Monat. Im Gegensatz dazu stehen allerdings Kosten für die Vollverpflegung im Heim zwischen 3.000 und 4.000 Euro monatlich. Je nach Region und Einrichtung auch noch darüber.
Pflegestufen und Auszahlungstabelle

Welchen Unterschied gibt es zwischen privater und gesetzlicher Pflegeversicherung?

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung reichen bei weitem nicht aus, um die entstehenden Kosten, egal ob zu Hause oder im Pflegeheim zu decken.

Nachteile einer privaten Pflegezusatzversicherung :

  • Absicherung der reinen Grundversorgung
  • Lebensqualität nimmt ab
  • Keine Rücklagen

Es macht durchaus Sinn, schon in jungen Jahren in gutem Gesundheitszustand eine entsprechende Pflegezusatzversicherung abzuschließen, um die entstehenden Kosten zu decken.

Vorteile einer privaten Pflegezusatzversicherung:

  • Optimaler Bedarf kann abgesichert werden.
  • Umfangreiche Leistungen
  • Rücklagen werden gebildet
  • Steuerlich absetzbar
  • Einkommen spielt keine Rolle bei der Berechnung

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Wie viel kostet eine private Pflegeversicherung?

Das ist pauschal nicht zu beantworten. Aufgrund der Vielzahl von Anbietern und Tarifen, gilt es immer den persönlichen Bedarf zu berechnen und eine vernünftige Absicherung zu ermitteln. Der Beitrag richtet sich nach:

  • Alter
  • Gesundheitszustand
  • Art der gewünschten Leistungen
  • Tarif
  • Abzusichernde Pflegegrade

Ist die private Pflegeversicherung steuerlich absetzbar?

Alle Beiträge aus der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung können steuerlich geltend gemacht werden, insofern sie sich in den Höchstgrenzen bewegen. Diese Kosten können in der Steuererklärung angesetzt werden.  
Als Angestellter oder Beamter können bis zu 1.900 Euro in der Steuererklärung angegeben werden. Das Finanzamt berücksichtigt diese Kosten als Sonderausgaben. Für Selbständige liegt die Grenze für absetzbare Beiträge in der Pflegeversicherung bei 2800 Euro jährlich.

Wer bekommt das Geld aus der Pflegekasse/Pflegeversicherung?

Tritt der Pflegefall ein, muss zunächst ein Antrag auf Übernahme der Kosten gestellt werden. Der Leistungsträger prüft den Patienten individuell und ordnet ihm einen entsprechenden Pflegegrad zu. Je nach Schwere der Pflege erhält der Patient die oben schon dargelegten Leistungen.

Häusliche Pflege:

Die meisten Pflegebedürftigen wollen zu Hause gepflegt werden. Die Pflege kann entweder durch Angehörige oder durch professionelle Pfleger geleistet werden. So lange zu Hause gepflegt wird, überweist die Pflegeversicherung das sogenannte Pflegegeld. Die Höhe der Leistung richtet sich dem erreichten Pflegegrad. Die erhaltene Leistung ist für den Patienten frei verfügbar ohne Nachweis.

Erhält der Pflegebedürftige Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst, kann er zusätzlich Pflegesachleistungen erhalten. Diese erhält er, wenn dauerhafte Einschränkungen der Alltagskompetenz vorliegen.

Stationäre Pflege:

Selbst mit Pflegegrad 1 kann es vorkommen, dass eine häusliche Pflege nicht durchführbar ist. Dann wird durch eine Prüfung festgestellt, dass eine stationäre Unterbringung nötig ist. Die Pflegekasse leistet dann entsprechend des festgestellten Pflegegrades die festgelegte Höhe.
Findet nur kurzfristig eine Versorgung in einer Pflegeeinrichtung statt – Kurzzeitpflege – können auch hierfür Pflegesachleistungen in Anspruch genommen werden. Pro Jahr können 8 Wochen Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden. Unterstützende Maßnahmen erhalten Sie ebenfalls für Tages- und Nachtpflege.

Ist eine private Pflegeversicherung sinnvoll?

Für den Fall, dass Sie bereits über eine hohe Altersvorsorge, zusätzliche Vermögenswerte wie Immobilien, Investmentfonds, oder Beteiligungen verfügen, und die oben genannten Kosten finanzieren können, kann es sein, dass Sie keine zusätzliche Pflegeversicherung mehr benötigen.
Trifft das bei Ihnen nicht zu, dann sollten Sie den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung ernsthaft in Betracht ziehen. Vor allem, wenn Sie das Heft gerne selbst in der Hand behalten und Wert darauf legen frei entscheiden zu können, wenn Sie Hilfe benötigen. Stellen Sie sich bitte genau jetzt die Frage, wie und vor allem wer Sie pflegt, wenn Sie sich selbst nicht mehr versorgen können.
Wie gesagt, ist Pflege nicht gleich Pflege. Nur weil Sie ein vermeintlicher Pflegefall sind, hört das Leben nicht auf. Sie werden sich, wenn auch etwas eingeschränkt, immer noch bewegen wollen, an Freizeitaktivitäten teilnehmen und das soziale Leben genießen wollen. So gut es eben geht. Auch die Frage nach der Betreuung zu Hause oder im Heim ist essenziell. Die meisten Menschen wünschen sich, das gewohnte Umfeld beizubehalten. Die Pflege in den eigenen vier Wänden ist weiterhin ein sehr großes und natürlich auch verständliches Bedürfnis.
Wenn wir das auf die Pflegezusatzversicherung umlegen, ist eine hohe Leistung bei ambulanter Pflege unumgänglich. Und hier zeigt sich das Dilemma. Über 90 Prozent der deutschen Versicherer laufen hier am Bedarf komplett vorbei. Es gibt zwar einige Tarife, die sich der Herausforderung stellen, diese Tarife der Pflegeversicherung sind jedoch noch zu selten. Für den Laien ist die Suche im Tarifdschungel mit größten Mühen und Recherche verbunden. Und ob es dann wirklich passt, zeigt sich erst im Bedarfsfall.

Wie finanziert sich eine Pflege?

Bitte vergessen Sie auch nicht Ihre Angehörigen, die eventuell abgesichert werden sollen. Nicht selten passiert es, dass der Ehepartner aus der eigenen Immobilie ausziehen muss, weil die Pflegekosten anders, als durch einen Verkauf, nicht gedeckt werden können? Die Veräußerung einer Immobilie greift, wenn diese nicht mehr bedarfsgerecht ist. Eine bedarfsgerechte Größe beläuft sich für eine Wohnung auf 80m², und für ein Haus auf 90m² inklusive 500m² Grundstück. Trifft das auf Sie nicht zu, werden die Kinder herangezogen, die dann für die Eltern einen Teil der Pflegekosten bezahlen müssen. Kinder haften für Ihre Eltern!
Kinder Zahlen für ihre Eltern
Das Sozialamt springt zwar erst einmal ein und deckt die entstehenden Kosten. Es wird jedoch ein Schuldtitel erwirkt und das Sozialamt prüft, ob und in welchem Umfang die Kinder für die Kosten herangezogen werden können. Grundsätzlich bestehen Freibeträge auf Grundlage der Düsseldorfer Tabelle. Je nach Einkommen der Kinder werden diese entsprechend zur Kasse gebeten. Wer gut verdient, muss auch mehr bezahlen. Das ist selbst der Fall, wenn seit Jahren zu den Eltern kein Kontakt mehr besteht. (BGH Urteil) Es lohnt sich unter Umständen also auch, für die Eltern eine entsprechende Pflegezusatzversicherung abzuschließen.

Brauche ich eine Pflegeversicherung?

„Ich lebe gesund und passe auf mich auf!“
Diese Aussage bekamen wir vor einiger Zeit von einem Interessenten zu hören. Er hatte sich im Vorfeld über unseren Blog informiert, da er in den Medien viel darüber gehört und gelesen hatte. Er wollte eine Pflegezusatzversicherung abschließen. Sein Wunsch war eine Pflegerente gegen Einmal- Beitrag für sich und seine Frau. Nach dem ersten Gespräch und der Bedarfsermittlung kam jedoch eine Absage. Ehrlich gesagt waren wir schon etwas irritiert, ja fast schon schockiert über die Form der Absage. Der Bedarf war zweifelsohne gegeben. Unser Interessent meinte jedoch, dass er sehr gesund lebt, nicht raucht, Sport treibt und das Risiko Pflegebedürftig zu werden nicht sieht. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Mutter des Anfragenden dement ist und seit einigen Jahren ein Pflegefall.
In seinem Fall finden wir, ist dies ein Spiel mit dem Feuer. Keiner kann sich zu hundert Prozent sicher sein, niemals ein Pflegefall zu werden. Schicksalsschläge oder schwere Erkrankungen können zu jeder Zeit zutreffen. Wenn Sie jedoch jemanden kennen, der alles richtig vorhersagt, stellen Sie uns dieses „Medium“ bitte vor. 😉
Auch und gerade, wenn Sie einen gesunden Lebensstil pflegen, ist das sehr löblich. Die Chance, dass Sie dann aber sehr alt (und Pflegebedürftig) werden steigt damit. Mit Überschreiten des 80 Lebensjahres, steigt das Risiko pflegebedürftig zu werden auf über 30 Prozent. Werden Sie älter als 90 Jahre liegt Ihre Chance bei über 50 Prozent ein Pflegefall zu werden.
Es ist also völlig egal, wie gesund sie leben. Es ist kein Garant dafür, dass Sie kein Pflegefall werden. Es wird oftmals vergessen, dass auch ein Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Krebserkrankung zum Pflegefall führen können.

Ist eine Pflegeversicherung auch für Kinder sinnvoll?

Ja, durchaus denkbar. Gerade kleine Kinder sind noch nicht so umsichtig und vorsichtig im Alltag wie die Großen. Zur Absicherung des Kindes gehört jedoch weit mehr. So sollte schon in der Schwangerschaft eine Pflegezusatzversicherung für das werdende Kind abgeschlossen werden, insofern es nicht bei den Eltern mitversichert ist. Nicht jedes Kind hat das Glück gesund auf die Welt zu kommen. Innerhalb von zwei Monaten können Kinder über die Kindernachversicherung ohne Gesundheitsprüfung versichert werden. Darüber hinaus denken Sie bitte an eine Invaliditätsversicherung für ihr Kind.
Sie sind nun so schlau wie zuvor und wissen nicht weiter?
Kein Problem. Einfach bei uns melden, und wir helfen Ihnen gerne weiter.